Was man im Jurastudium nicht lernt: Verhandeln

Es gibt Dinge, die weder in Paragraphen noch in Seminarunterlagen stehen, aber trotzdem für den Berufsalltag eines Juristen extrem wichtig sind – zum Beispiel das Verhandeln! Hier erfahrt ihr, worauf es dabei ankommt.

Verhandlungsgeschick ist natürlich etwas, das nicht nur den Anwalt, sondern auch den Richter oder Staatsanwalt betrifft. Aber man muss nicht mal Jurist sein. Jeder Betriebswirt oder Lehrer verhandelt in bestimmten Situationen. Es betrifft auch nicht nur die berufliche Seite, auch privat muss viel verhandelt werden. Denn immer wenn mehrere Seiten zusammen kommen, muss man die gegenseitigen Interessen prüfen. Wie kommt man zusammen, um evtl. ein Ziel zu erreichen, z. B. einen Vertrag zu schließen? Dieses Verhandeln ist extrem wichtig und wird im Jurastudium so gut wie nicht abgedeckt.

Wie kann ich besser verhandeln?

Es gibt einen Unterschied zwischen der Sacheben und der persönlichen. Wenn man zum Ziel kommen will, muss man die Emotionen außen vor lassen, sprich die persönliche Ebene verlassen. Aber was viel wichtiger ist, dass man nicht auf Positionen beharrt. Denn dann weiß die Gegenpartei nicht, was das eigentliche Interesse ist. Darauf muss aber die Konzentration liegen. Man sollte also begründen, warum man diesen Standpunkt vertritt, damit die Gegenseite diese genau versteht und dann überprüfen kann, wie diese mit den eigenen Interessen zusammen passen könnte.

Merke!

Konzentration auf Interessen, nicht auf Standpunkte.

Trenne die Sachebene von der persönlichen Ebene.

Video zum Beitrag

Foto: Adobe Stock/vchalup

Uns gibt es auch auf Facebook!