Zeitmanagement im Jurastudium: Darauf kommt es an

Bei all dem Lernstoff habe ich nicht auch noch Zeit, meine Zeit zu managen. Falsche Denkweise! Dr. Dominik Herzog erklärt, warum es sich lohnt, Zeit in Zeitmanagement zu investieren.

Das Jurastudium nimmt extrem viel Zeit in Anspruch, wenn man es ernst nimmt und erfolgreich abschließen will. Dann ist von Anfang an viel zu tun. Es gibt Vorlesungen, Übungen, Hausarbeiten, Klausuren, Zwischenprüfungen, kleine und große Scheine und zum Schluss natürlich Examensvorbereitung. Das kostet alles viel Zeit und man hat nicht 2,5 Monate Semesterferien am Stück frei.

Auf der anderen Seite gibt es natürlich das Privatleben, mit Freunden, Familie, Hobby, Reisen, Freizeit und anderen Aktivitäten. Dies soll auf keinen Fall für das Studium aufgegeben werden, denn man braucht einen Ausgleich zum Studium, sonst wird man irgendwann zum „Fachidioten“.  Von Anfang an sollte man sich einen Freiraum für die wichtigen privaten Dinge schaffen.

Schafft man dies nicht, weil man sagt, hierfür reicht die Zeit nicht, liegt das meist am schlechten Zeitmanagement!

Mein persönliches Beispiel: Theater statt pauken  

Während des Jurastudiums und auch schon vorher, habe ich Theater gespielt und dabei viele Wochenenden mit Proben und Aufführungen verbracht.  Das hat mir immer Spaß gemacht. Als es dann Richtung Examensvorbereitung ging, wollte ich dies nicht mehr machen, sondern mich auf das Lernen konzentrieren. Dabei hatte ich eine tolle Hauptrolle in einem lustigen Stück angeboten bekommen, die wie die „Faust aufs Auge“ gepasst hätte.  Ein Schauspielkollege, der damals schon Anwalt war, hat mich dann doch überredet, mitzumachen.  Und das war das Beste, was ich tun konnte! Ich war über einen Zeitraum von drei Monaten  mit Proben beschäftigt. Danach folgte eine tolle erfolgreiche Aufführung.  Für diesen Zeitraum war ich komplett aus der juristischen Welt gerissen, bin aber danach mit neuer Energie ans Werk gegangen.

Fazit: Wer gut plant, hat mehr Freizeit

Mit den Auszeiten Energien für das Jurastudium sammeln. Freiräume schaffen. Bei einem 24-Stunden-Tag bleibt neben dem Lernen genug Zeit für essen, schlafen, Hobbies und Sport, wenn man es sich gut einteilt und plant. Und mehr als 9 Stunden Jura Lernen schafft eh keiner.

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Foto: Adobe Stock / Elnur

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