Aller Anfang ist schwer – Zwei junge Kanzleigründer berichten

Die Gründer der Kanzlei Dreber & Faber aus dem hessischen Eschwege erzählen im Video-Interview von ihrer Kanzleigründung und verraten, auf welche Hürden und Herausforderungen man sich einstellen sollte. 

Finanzierung will gelernt sein

Einer der größten Hürden unserer Kanzleigründung war die Finanzierung – ganz einfach, ein Darlehen zu bekommen! Man muss anfangs natürlich investieren und darauf hatten wir uns eingestellt. Dann stellte sich aber heraus, dass die Deutsche Bank Unmengen an Sicherheiten verlangte, die uns Steine in den Weg legten. Dabei kann man nicht einmal behaupten, wir hätten einen komplett utopischen Betrag angefragt. Es ging um lediglich 50.000 Euro als Startkapital. Bei der weiteren Suche fanden wir dann zum Glück die hier regional ansässige VR-Bank, die gerne in ein junges neues Unternehmen wie das unsrige investierte.

Als Kanzleigründer ist man selbstständig: selbst und ständig

Dazu kommt sicherlich, dass es am Anfang schwierig war, alles selbst in die Hand zu nehmen. Allein die ganzen Postgeschichten, alle Seiten einzeln zu zählen usw. war eine große Umstellung und daher auch eine Herausforderung für jemanden, der aus einem Angestelltenverhältnis kam, wie wir damals. Dennoch würden wir diese Anfangszeiten niemals missen wollen. Nur durch sie wertschätzen wir unseren bestehenden Maßstab und wissen genau, was unsere Angestellten für uns leisten. Öfters denken wir lächelnd an die Zeiten zurück, in denen wir immer zwischen Mandantengesprächen und dem Telefon hin und her rannten – einen Sekretär oder eine Sekretärin gab es ja zu Beginn nicht!

In die Führungsrolle hineinwachsen

Eine dritte Herausforderung, der wir uns stellen mussten, war das Personal und deren Führung. Personal finden, aufbauen und führen – in diese Vorgänge muss man auch erst einmal hineinwachsen. Da sind wir auch heute noch unserem bewährten Personal dankbar, dass sie diesen Weg mit uns gegangen sind. Schwierig war besonders, den nächsten Zeitpunkt abzusehen, wann es einerseits erforderlich und andererseits auch finanziell machbar ist, in eine neue Arbeitskraft zu investieren. Damit ist natürlich stets ein unternehmerisches Risiko verbunden, was man erst abzuschätzen lernen muss.

Frau Dreber, Herr Dr. Faber ich danke vielmals für das Gespräch!

Video zum Beitrag

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