gehalt refendariat

Wo verdiene ich am meisten? Was bleibt netto am Monatsende übrig? Lohnt es sich, noch nebenbei zu jobben? Wie sind die Unterschiede zwischen Kanzlei und Unternehmen?

Eins der meist geklickten Videos, ist das zum Thema „Was verdient man eigentlich als Rechtsanwalt“? Diese Frage kann man nicht mit einem Satz erklären. Den einen Gehaltszettel, den eine Berufsgruppe verdient, gibt es nicht. Anders ist dies bei den Referendaren, denn die werden vom Staat bezahlt, hier gibt es feste Tarife.

Was ist das Referendariat?

Das Referendariat ist ein fester Bestandteil der juristischen Ausbildung. Angehende Juristen müssen zunächst studieren, diverse „Scheine“ machen, und zum ersten Staatsexamen zugelassen werden, bzw. die erste Staatsprüfung machen. Danach könnten Sie das Studium beenden und zum Beispiel in ein Unternehmen gehen oder ein Legal Tech-Startup gründen. Wenn ihr jedoch als Anwalt, Staatsanwalt oder Richter tätig sein wollt, dann muss man noch ein Referendariat absolvieren – konkret heißt das, noch zwei Jahre in die Ausbildung investieren.

Nach bestandenem zweiten Staatsexamen ist man ein sogenannter Volljurist. Das bedeutet, dass im Prinzip alle Juristen zum Richter ausgebildet wurden, auch wenn nur ein ganz kleiner Teil Richter werden kann und will. Die meisten werden Anwalt oder Staatsanwalt. Da hierfür die Ausbildung bzw. das Studium theoretisch nicht ausgerichtet wurde, gibt es das Referendariat. Man kann das Referendariat auch gut dazu nutzen, ins Ausland zu gehen, am besten während der Wahlstation. Dann hat man für die viele „Plackerei“ während des Studiums ein Ziel.

So viel verdienen Referendare

Warum gibt es kein Gehalt im Referendariat? Diese wird normalerweise für eine Arbeitsleistung gezahlt. Das Referendariat ist aber ein Teil der juristischen Ausbildung. Man arbeitet also für den Staat nicht etwas ab, in dem man z. B. Urteile, Abschlussverfügungen oder Plädoyers schreibt, die der Staat verwenden könnte. Aus diesem Grund gibt es nicht dieses Verhältnis von Leistung und Gegenleistung. Weil der Staat das Monopol zur Ausbildung hat, gibt es eine sogenannte Unterhaltsbeihilfe zwischen 800 und 1200 Euro brutto. Das hängt vom Bundesland ab, in dem man als Referendar beim Staat angestellt ist. Dabei ist man aber kein Beamter.

Netto ist das natürlich wegen der Sozialversicherungsbeiträge weniger. Zudem hängt es davon ab, ob man verheiratet ist oder schon Kinder hat.  Netto sind das ca. 800 Euro bei 1000 Euro brutto. Reich wird man also nicht mit dem Referendariat, aber man kann sich zumindest seinen Unterhalt finanzieren.

In welchem Bundesland gibt es am meisten und in welchen am wenigsten?

Eine Übersicht gibt es z. B. auf lto.de.

Sondervergütungen?

Es gibt weder Urlaubs- noch Weihnachtsgeld.

Zusatzverdienst unter Umständen möglich

Man kann natürlich zusätzlich jobben, z. B. als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität, in der Kanzlei, einem Verband oder in einem Unternehmen. Man kann aber auch in den Stationen zusätzlich Geld verdienen. Gerade Großkanzleien zahlen dem Referendar in der Anwaltsstation ein Gehalt.

Im Referendariat sind Kontakte wichtiger als Kohle

Man muss sich aber vorher informieren, denn es gibt einige Bundesländer, die eine Verdienstobergrenze haben. Das bedeutet, dass ein bestimmter Teil vom Zuverdienst von der Unterhaltsbeihilfe abgezogen wird. Generell ist es sowieso besser, das Referendariat nicht zum Geldverdienen zu nutzen. Das kann man später! Vielmehr sollte man es zum Kontakte knüpfen nutzen. Als Referendar hat man es einfacher, in Unternehmen oder Kanzleien hineinzuschnuppern. Da trifft man meist auf offene Türen.

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