Legalhead: Jobmatching statt Bewerbung schreiben

Das Startup-Unternehmen Legalhead in Frankfurt am Main will das Tinder-Prinzip mit seiner Jobmatching-Plattform auf die juristische Personalsuche übertragen. Hier erfahrt ihr das Konzept und die Vorzüge dieses Systems.

Bei Legalhead handelt es sich um eine Jobmatching-Plattform. In Echtzeit werden Juristen direkt mit Kanzleien zusammengebracht, auf Erfolgsbasis für beide Seiten. Dieses Angebot ist für den Arbeitssuchenden 100 % kostenfrei. Im Erfolgsfall bekommen Bewerber sogar eine Beteiligung von 3 % des vereinbarten Bruttojahresgehaltes. Diese wird nach erfolgreicher Beendigung der Probezeit ausgezahlt.

Legalhead als digitaler Personalberater

Das Unternehmen sieht sich zwischen der klassischen Stellenanzeige und dem Personalberater. Letzteres steht im Fokus und dieser Prozess soll größtenteils digitalisiert werden, da der Markt hierfür einfach zu handhaben ist. Am Ende kommt es nämlich sowieso auf das persönliche Gespräch an.

Legalhead ist keine Plattform für Großkanzleien, sondern für den ganzen Markt, also auch für Wirtschaftsunternehmen, nicht aber für den Staat. Es gibt kein klassisches Vertriebsgeschäft, kein Marketing für die Kanzleien oder den Kandidaten. Die Entscheidung für oder gegen ein Unternehmen liegt beim Kandidaten, denn nur der weiß, wo er wirklich arbeiten will! Legalhead begleitet diesen Prozess nur. Das ist der Unterschied zum Headhunter. Prinzipiell lässt sich das Konzept von Legalhead der Legal Tech-Bewegung zuordnen.

Das sind die Vorteile für Kanzleien

Bei der klassischen Stellenanzeige gilt das Prinzip „post and pray“, also Stellenanzeige schalten und hoffen, dass sich Juristen bewerben. Hierbei entstehen auf jeden Fall Kosten für die Stellenanzeige. Bei Legalhead entstehen diese erst im Erfolgsfall, wenn der Kandidat tatsächlich eingestellt wird. Das heißt, egal wie lange die „Anzeige“ gepostet wird, die Kanzlei zahlt nichts. Legalhead bringt die Parteien zusammen und erst nach erfolgreichem Vertragsabschluss stellt Legalhead eine Rechnung für die Kanzlei aus. Berechnet werden 15 % des vereinbarten Jahresgehaltes. Davon gehen 3 % an den Kandidaten, wie bereits oben geschildert. Die Kanzlei kann sich zudem proaktiv bei dem Kandidaten ins Gespräch bringen, zum Beispiel über das Angebot begrenzte/garantierte Arbeitszeit oder über das Thema Homeoffice.

Das ist das Erfolgsrezept von Legalhead

Der Erfolg dieses Prozesses ist unter anderem auch der Existenz von Smartphones zu verdanken. Diese ermöglichen zu jeder Zeit einen Einstieg in den Registrierungsprozess, unabhängig vom Ort. Die Daten der möglichen Kandidaten werden überprüft, um eine Sicherheit für die Kanzleien zu gewährleisten. Dieser Vorgang dauert in der Regel nicht länger als 24 Stunden. Danach werden dem Kandidaten in Echtzeit sofort alle Optionen angezeigt, die zu seinem Profil passen. Jede neue Kanzlei wird sofort angezeigt. Der Abgleich der Daten, welcher Kandidat zu welcher Kanzlei passt, erfolgt anonymisiert für die Kanzleien. Der Kandidat erhält einen direkten Überblick über die Optionen.

Der Markt für Nachwuchsjuristen  

Es gibt zurzeit eine enorme Nachfrage im Bereich der Großkanzleien, die im Moment nicht befriedigt werden kann, da sich die Notenvorstellung der Kanzleien nicht im Absolventenbereich widerspiegelt. Wunsch und Wirklichkeit driften hier auseinander. Das heißt, das Angebot für die Arbeitssuchenden Juristen ist groß und sie haben eine gute Verhandlungsposition. Hier kann der Kandidat durch andere Eigenschaften oder Qualitäten, wie z. B. Beratungskompetenz überzeugen. Der Notenspiegel ist kein KO-Kriterium mehr.

Auch durch Legal Tech wird der Markt für Juristen nicht kleiner. Vielmehr wächst er durch das Thema Informatik.

Legalhead will den juristischen Arbeitsmarkt möglichst breit abbilden

Das Unternehmen Legal Tech will den juristischen Arbeitsmarkt in Deutschland und darüber hinaus möglichst breit abbilden. Der Fokus auf Kanzleien soll erweitert werden, um noch mehr Wirtschaftsunternehmen im Angebot zu haben.

Fazit: Sollte man einen besseren Job suchen, dann über das Netz!

Video zum Beitrag

Foto: Adobe Stock/taa22

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