Bewerbungsgespräch: Darauf kommt es an

Worauf legen Arbeitgeber im Bewerbungsgespräch Wert? Dominik Herzog verrät, worauf es ankommt.

Das Vorstellungsgespräch ist natürlich ein Thema, das nicht nur für Jurastudenten wichtig ist. Es ist irgendwann mal für alle entscheidend, nämlich, wenn man einem potenziellen Arbeitgeber gegenüber sitzt und der einen kennen lernen will. Was für eine Person ist das? Wie tickt er oder sie? Kann man sich gut artikulieren? All diese Dinge sollen im Bewerbungsgespräch geprüft werden.

Auch wenn Nervosität aufsteigt, gilt es zunächst einmal, positiv zu denken: Die Einladung zu einem Bewerbungsgespräch ist bereits ein Riesenkompliment, denn man wurde aufgrund der Bewerbungsunterlagen ausgesucht und zum Gespräch eingeladen! Also schon mal, Hut ab!

Wie kann man sich auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten?

  1. Vorbereitung auf den potenziellen Arbeitgeber

In erster Linie sollte man sich im Vorfeld schlau machen und über die Firma genau informieren. Was macht diese im Detail? Hierbei hilft u.a. die Webseite der Firma: Worum geht es bei den letzten Pressemitteilungen im Bereich der Unternehmenskommunikation? Eine weitere Hilfe kann auch Google News sein. Hier erfährt man, was das Unternehmen gerade umtreibt und welches Image es in den Medien vertritt. Wichtig ist, dass man nach seinen Recherchen ein Gefühl dafür bekommt, welche Leistungen der potenzielle Arbeitgeber anbietet. Was schreibt die Firma über sich, was schreiben andere? Was ist aktuell relevant? Wie groß ist das Unternehmen? Wie sind die Teams aufgebaut? Wie viel Umsatz wird gemacht?

Wer sich über diese wesentlichen Fakten informiert, kann schon mal eine Gefahr ausschließen: Dass man im Bewerbungsgespräch sitzt und keine Ahnung hat, wovon gesprochen wird.

  1. In den potenziellen Arbeitgeber hineinversetzen.

Warum wurde ich zum Gespräch eingeladen? Der Arbeitgeber möchte wissen, mit wem er es zu tun hat. Das heißt, er wird u. a. zum Lebenslauf und den Zeugnissen Fragen stellen. Auf diese muss man vorbereitet sein, auch auf die schwierigen Fragen: Warum hatte man in der Schule schlechte Noten und später im Studium nicht? Warum hat man ein Jahr im Lebenslauf eine berufliche Lücke? Was sind die eigenen Stärken und Schwächen? Hierzu kann man sich durchaus im Vorfeld eine Liste machen und sich ganz objektiv Gedanken machen, wie man sich selbst sieht. Dann sucht man sich zwei bis drei Stärken und Schwächen raus, die für das Unternehmen von Relevanz sind und die man im Bewerbungsgespräch möglicherweise angeben kann.

Sei auf Nachfragen vorbereitet!

Ganz wichtig ist, dass man dabei authentisch ist.  Sonst wird man ganz schnell im Gespräch auffliegen. Man muss sich im Klaren sein, dass auf die eigenen Antworten/Informationen vom Unternehmen Nachfragen erfolgen. Gibt man zum Beispiel als Schwäche an, „ich bin sehr perfektionistisch“, wird zu zu 99 Prozent nachgefragt werden, was damit gemeint ist. Wer dann keine Antwort darauf hat, vermittelt dem Unternehmen den Eindruck, dass man es nur so daher gesagt hat. So wird man den potenziellen Arbeitgeber nicht überzeugen. Antworten und Angaben muss man im Gespräch immer begründen können.

Fazit: Informiert sein und ehrlich bleiben!

Informiert euch über den Arbeitgeber, versetzt euch in seine Lage und bleibt authentisch!

Video zum Beitrag

Foto: Adobe Stock/kritchanu

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