Ihr seid gefragt! Umfrage über Digitalisierung in der Juristenausbildung

Das Legal Tech-Startup LEX superior führt eine deutschlandweite Studie im Jurastudium und Rechtsreferendariat über Digitalisierung in der Juristenausbildung durch. An der Umfrage können sich Studierende und Referendare noch bis Ende August 2019 beteiligen.

Die Rechtspraxis braucht Nachwuchs mit Digitalkompetenz

In diesem Jahr wird man sagen können, dass das Thema Legal Tech auch bei all jenen Juristinnen und Juristen angekommen ist, die sich selbst als nicht sonderlich digital- oder technik-affin bezeichnen würden. Längst arbeiten Anwaltskanzleien und Rechtsabteilungen daran, digitale Arbeitsprozesse in ihren Alltag zu integrieren und auch die Justiz muss sich digitalisieren – nicht zuletzt, weil das E-Justice-Gesetz die elektronische Aktenführung in allen Gerichtsverfahren bis spätestens 2026 vorschreibt.

Schaut man allerdings in die Reihen der berufstätigen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte ist deutliche Unsicherheit zu sehen. Denn auch große und etablierte Kanzleien und schlagkräftige Rechtsabteilungen tun sich schwer, wenn über Legal Tech nicht nur gesprochen, sondern Legal Tech-Anwendungen auch implementiert werden sollen. Insbesondere fehlt es an Juristinnen bzw. Juristen mit hinreichenden Digital- und Technikkompetenzen, die diesen Prozess begleiten und gestalten können.

So stellt sich innerhalb der Branche die dringende Frage, ob in den Ausbildungseinrichtungen ein Nachwuchs heranwächst, der über derartige Fähigkeiten verfügt.

Digitalisierung in der Juristenausbildung: Wunsch und Wirklichkeit

Dieser Frage geht das Legal Tech Startup LEX superior in Kooperation mit dem Bundesverband rechtswissenschaftlicher Fachschaften und der European Law Students’ Association (ELSA) Deutschland in der ersten bundesweiten Studie zur Digitalisierung in der Juristenausbildung nach.

Gemeinsam mit Psychologen sowie den Universitäten Heidelberg und Freiburg will das Unternehmen herausfinden, auf welchem Digitalisierungsstand sich die Juristenausbildung in Studium und Rechtsreferendariat befindet, welche Ziele sich Ausbildungseinrichtungen gesetzt haben und insbesondere auch, was sich die Studierenden und Referendare an Veränderung und digitaler Modernisierung wünschen.

Mit dieser Studie, die in den Folgejahren fortgeführt werden soll, verfolgt LEX superior das Ziel, die digitale Transformation der Juristenausbildung produktiv zu begleiten. Mit ihr soll eine systematische und empirisch fundierte Informationsgrundlage geschaffen werden, auf die sich Entscheidungsträger beziehen können.

Studierende und Referendare: Investiert 5 Minuten in eine moderne Juristenausbildung

Studierende und Referendare können noch bis Ende August an der Umfrage teilnehmen. Der Fragebogen kann in nur fünf Minuten vollständig beantwortet werden. Er ist über die LEX superior App (auf Android und iOS, Menüpunkt: „Digital Study 2019“) oder diesen Link erreichbar.

Mit der Teilnahme an der Umfrage erhalten Studierende und Referendare die Möglichkeit, sich aktiv für die digitale Modernisierung der Juristenausbildung einzusetzen. Denn die Ergebnisse werden insbesondere auch unmittelbar an die entsprechenden Entscheidungsträger in der Juristenausbildung kommuniziert.

Ergebnisse und Digitalisierungspreise

Im September 2019 beginnt LEX superior mit der Auswertung der Ergebnisse. Über #digitalstudy2019 werden erste Erkenntnisse bereits im Oktober und November präsentiert. Im Dezember folgen dann umfassende Berichte.

Zudem werden Anfang Dezember 2019 die Ergebnisse live auf Deutschlands größter Legal Tech Konferenz – der Legal Revolution in der Messe Frankfurt – vorgestellt und besonders herausragende Angebote, Initiativen und Organisationen mit Digitalisierungspreisen ausgezeichnet.

Foto: Fotolia/natali_mis

Tianyu Yuan hat Robotik und Rechtswissenschaft studiert. Als Jurist war er für eine führende internationale Wirtschaftssozietät in Frankfurt und London tätig. 2016 gründete er das Legal Tech-Startup LEX superior, das sich der Digitalisierung der Juristenausbildung widmet.

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